Sondereinheit

Nach dem hessischen Katastrophenschutzkonzept stehen für die Errichtung der erforderlichen Kommunikationstechnik in jedem Landkreis die Informations- und Kommunikationsgruppen zur Verfügung. Die Aufgabe der IuK-Gruppe ist es, bei Großschadensereignissen oder im Katastrophenfall den Nachrichtenverlauf für den Katastrophenschutzstab des Kreises Groß-Gerau sicherzustellen.

Die IuK- Einheit bestehend aus dem GW-IuK (Gemeinde Büttelborn) und dem ELW 2 (Feuerwehr Rüsselsheim)

Wie alle anderen Feuerwehren der Bundesrepublik Deutschland, übernimmt auch die Feuerwehr Klein-Gerau allgemeine Aufgaben des Feuerwehrwesens. Diese umfassen den Schutz von Menschenleben, Tieren, Sachwerten und des natürlichen Lebensraumes. Zusätzlich zu diesen allgemeinen Feuerwehraufgaben, ist bei den Feuerwehren der Gemeinde Büttelborn auch eine Einheit des Katastrophenschutzes eingerichtet worden.
Mitte 2002 ist das Betriebsteam des Gerätewagens IuK (GW-IuK) ehemals IuK-Gruppe für den Landkreis Groß-Gerau in der Gemeinde Büttelborn mit den Ortsteilen Büttelborn, Klein-Gerau und Worfelden installiert worden. IuK steht für Information und Kommunikation. Das Betriebsteam besteht nach dem Landeskatastrophenschutzkonzept Hessen aus acht Personen (Die Personalstärke ist hier anders als im Feuerwehrdienst üblich aufgestellt). Damit auch für längere Einsatzzeiten genügend Personal zur Verfügung steht, wird mit einer 100% Personalreserve gerechnet, das Betriebsteam sollte demnach aus 16 Personen bestehen. Das Personal wird aus den drei Ortsteilen gestellt und übernimmt im Einsatzfall nach Landeskatastrophenschutzkonzept Hessen mit der Teileinheit des ELW 2 aus Rüsselsheim Stadt die Funktion der IuK Gruppe im Landkreis Groß-Gerau.
Der Einheit stehe zur Ausübung Ihrer Aufgaben nach Norm ein Fahrzeug (GW IuK) zur Verfügung. Der Landkreis Groß-Gerau stellt der Einheit einen Anhänger zum Mitführen erweiterter Technik zur Verfügung.

Information und Kommunikation

Jeder Einsatz erfordert zwischen den Führungsebenen, der eingesetzten Einheiten, sichere Kommunikationsverbindungen. Da dies bei der Vielzahl der Einsatzkräfte im Katastrophenfall besonders wichtig ist, kommt dem Aufgabenbereich „IuK“ eine große Bedeutung zu. Für die Kommunikation steht in Hessen auch im Katastrophenfall grundsätzlich das gemeinsame Funknetz des Landes für den Brandschutz, den Katastrophenschutz und den Rettungsdienst unter funkbetrieblicher Leitung der jeweiligen Zentralen Leitstelle zur Verfügung. Die Ausstattung der meisten Einsatzfahrzeuge mit Funkgeräten und die IuK-technische Ausstattung der Einsatzleitwagen ermöglichen in Verbindung mit dem gemeinsamen Funknetz auch bei Großeinsätzen den Betrieb der Kommunikationsnetze. Diese müssen jeweils der taktischen Gliederung angepasst werden.
Für den bei einem Katastrophenschutz-Stab erforderlichen Kommunikationsbetrieb wird bei jedem Katastrophenschutz-Stab eine Informations- und Kommunikationszentrale (luKZt) eingerichtet.
Für den Aufbau und Betrieb von im Einzelfall notwendigen zusätzlichen Kommunikationsverbindungen oder -netzen, z.B. im Bereich einer Technischen Einsatzleitung (TEL) vor Ort an der Einsatzstelle, ist im Bereich jeder unteren Katastrophenschutzbehörde eine Informations- und Kommunikationsgruppe (IuKGr) vorgesehen.

Katastrophenschutzeinheit

Durch die Neukonzeption des Katastrophenschutzes im Land Hessen ist auch die IuK Gruppe neu aufgestellt worden. Ehemals war diese Einheit in den Fernmeldezügen eines jeden Kreises integriert. Neben den Aufgaben bei Katastrophen kann diese Einheit schon bei kleinen Szenarien eingesetzt werden. So ist es z. B. bei einem Einsatz im ICE Tunnel bei Raunheim schwer möglich direkt mit der Einsatzstelle im Tunnel per Funk zu kommunizieren. Hier kann eine Drahtverbindung die Kommunikation direkt zur Einsatzstelle sichern. Es ist auch denkbar, dass bei flächenmäßig großen Einsatzstellen wie Waldbrände oder Hochwasser an Rhein oder Main mit einer Drahtverbindung die Kommunikation zwischen den einzelnen Einsatzabschnitten sichergestellt wird. Meist ist es schon bei zeitgleichen Einsätzen von z.B. drei Feuerwehren schwer möglich mit der Leitstelle per Funk zu kommunizieren. Bei größeren Schadenslagen wird es dann aussichtslos, wenn jedes Fahrzeug per Funk Informationen von der Leitstelle bekommen möchte. Hierfür werden Einsatzabschnitte gebildet und diese bekommen von einer Befehlsstelle (TEL) direkt per Drahtverbindung Ihre Einsatzinformationen
Dass die Drahtverbindung und die eingesetzten Geräte sich bei Einsätzen bewähren, zeigt sich bei vielen größeren Schadenslagen im Bundesgebiet. Hier funktionierte diese Technik zuverlässig neben den anderen modernen Kommunikationsmöglichkeiten wie Handy, Funk, usw.

Aus- und Fortbildung

Da die Aus- und Fortbildung aller Katastrophenschutzeinheiten mit dem Wegfall des Ost-West Konfliktes vernachlässigt wurde, besteht jetzt ein erheblicher Nachholbedarf. Erst mit der steigenden Terrorgefahr und der Häufung von Naturkatastrophen in Deutschland ist das Bewusstsein für die Einheiten des Katastrophenschutzes wieder gewachsen. Das Betriebsteam des GW IuK des Kreises Groß-Gerau wurde in der Vergangenheit in Zusammenarbeit mit der IuK Gruppe der Stadt Frankfurt am Main unter Leitung eines sehr erfahrenen Ausbilders des THW Wiesbaden für die kommenden Aufgaben Ausgebildet. Da das Betriebsteam des GW IuK natürlich auch im Kreisgebiet üben muss, wird mehrfach im Jahr geübt. Hierbei werden örtliche Kenntnisse mit dem überörtlich in Frankfurt Main Zeilsheim erlernten Wissen im Umgang mit Mannschaft und Gerät vereint. Da auch in Zukunft der Kontakt Kreisübergreifend einen Erfahrungsaustausch darstellt wird zu verschiedenen Betriebsteams in nachbarkreisen Kontakt gehalten.